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Behandlungspflege nach SGB V

Bei der Behandlungspflege fĂŒhrt der ambulante Pflegedienst ausschließlich medizinische Leistungen auf Basis einer Ă€rztlichen Verordnung im Zuhause des PflegebedĂŒrftigen durch. Dazu zĂ€hlt z.B. die Vergabe von Medikamenten oder die Messung von Blutzucker. Diese TĂ€tigkeiten dĂŒrfen nur examinierte PflegekrĂ€ften ausfĂŒhren.

Was versteht man unter Behandlungspflege?

Ausgebildete FachkrĂ€fte aus der Alten- oder Gesundheitspflege ĂŒbernehmen aufgrund einer Ă€rztlichen Verordnung alle medizinischen Aufgaben, die in Folge einer Erkrankung anfallen. Dazu zĂ€hlen die Blutdruck- und Blutzuckermessung oder die Dekubitusbehandlung, genauso wie die Medikamentengabe, der Verbandswechsel oder die Wundversorgung.

Welche Leistungen gehören zur Behandlungspflege?

Zu den einzelnen Leistungen der Behandlungspflege gehören zum Beispiel:

  • An- und Ausziehen von KompressionsstrĂŒmpfen
  • Bestellen, Bereitstellen und Verabreichen von Medikamenten
  • Dekubitusbehandlung
  • EinlĂ€ufe
  • Inhalation
  • Injektionen z.B. Verabreichen von Insulin
  • Katheterwechsel
  • Medizinische Einreibungen
  • Messung von Blutdruck und Blutzucker
  • Verbandswechsel
  • Wundversorgung und -management

Wer ĂŒbernimmt die Kosten?

Laut SGB V gehört die Behandlungspflege zur hĂ€uslichen Krankenpflege, weshalb alle Leistungen vom behandelnden Arzt verordnet werden können. Damit PflegebedĂŒrftige die Hilfen in Anspruch nehmen können, muss kein Pflegegrad vorhanden sein.

Die Kosten ĂŒbernehmen schließlich die Krankenkassen, nachdem sie jede Verordnung auf ihre medizinische Notwendigkeit geprĂŒft haben und ihre Genehmigung erteilt haben. Teilweise kann es jedoch der Fall sein, dass der PflegebedĂŒrftige eine Zuzahlung von maximal 10€ pro Verordnung leisten muss. Ausgenommen sind chronisch Kranke, EmpfĂ€nger von der Grundversicherung im Alter und Schwangere.

Wie lange kann diese Leistung in Anspruch genommen werden?

ZunĂ€chst gilt der Anspruch durch die erste Ă€rztliche Verordnung fĂŒr 14 Tage. Mit einer Folgeverordnung kann der Hausarzt jedoch die Geltungsdauer verlĂ€ngern. Je nach Zustand des PflegebedĂŒrftigen kann die medizinische Behandlungspflege bis zu vier Wochen erfolgen.

Wo wird die Behandlungspflege durchgefĂŒhrt?

Der Pflegedienst fĂŒhrt alle Behandlungen bei dem PflegebedĂŒrftigem zuhause oder im hĂ€uslichen Umfeld eines Angehörigen durch, dadurch können Arzt- oder Krankenhausbesuche reduziert bzw. sogar vermieden werden.

Was ist der Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege?

Im Rahmen der Grundpflege helfen Pflegepersonen (Alten- oder Krankenpflegehelfer, pflegende Angehörige oder Betreuungspersonen) dem PflegebedĂŒrftigen zum Beispiel bei der tĂ€glichen Körperpflege, beim An- und Ausziehen oder bei der Zubereitung der Nahrung.

FĂŒr die medizinische Behandlungspflege ist jedoch ausschließlich examiniertes Pflegepersonal zustĂ€ndig, um Medikamenten zu vergeben oder den Blutzucker zu messen.

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